Samstag, 5. März 2011

Die Hauptstadt der Inkas

Gestern stand eine sehr interessant gefuehrte Stadtbesichtigung einschliesslich einiger nahe gelegener Inkastaetten  auf dem Programm. Der Guide Raul war wirklich super drauf und hat uns mit einer Fuelle von Informationen versorgt und viele Details gezeigt, auf die man von alleine gar nicht gekommen waere. Das war schon ein beeindruckendes Imperium, das die Inkas vor 600 Jahren aufgebaut hatten, ehe dann die Konquistadoren fast alles zerstoerten. Aber vieles der Inka-Kultur, nicht nur die Bauten, hat sich im Volkstum, in Braeuchen und in der synkretistishen Froemmigkeit erhalten. Da koennte man vieles zu erzaehlen...

Cusco, Main Plaza
Zum Rummel in Cusco gehoert aber auch, dass einem Bettler und Strassenhaendler (was oft dasselbe ist) auf Schritt und Tritt begleiten und ansprechen und noetigen; das ist ganz schoen laestig, jedenfalls empfinde ich es so, und zeigt nur, dass die Armut hier unter den Indios weit verbreitet ist. Natuerlich gibt es auch hochwertige Indio-Handarbeiten, aber die muss man schon suchen. Insofern ist mein Bild von Cusco etwas zwiespaeltig: sehr viel alte Schoenheit, sehr viel Versuche, die Kulturschaetze gut zu praesentieren, aber auch viel Armut und Dreck (in den Gassen wird man den Uringeruch nicht los) und Nepp am Touristen. Zu letzterem gehoeren auch die gastronomischen Betriebe direkt an der Main Plaza, die allein aus ihrer Lage viel Geld schlagen. Da gehe ich lieber ein paar Strassen weiter und habe es gemuetlich und preiswert. Das gibt es in Cusco eben auch, viel Romantik und Pittoresques - alles nebeneinander!
Reste des Sonnentempels  der Inka
Eines muss ich noch ergaenzen: Wer den Martkt in den grossen Markthallen nicht gesehen hat, der hat Cusco noch nicht gesehen. Unglaublich, was es da alles zu sehen, zu kaufen und zu essen gibt; von letzterem lasse ich allerdings lieber die Finger. Heute am Samstag war dort der Baer los. Das Gewimmel mit dem darin stattfindenden Wahlkampf (Trommler und Blaeser mit Transparenten ihres Kandidaten), mit Staenden aller Art und den Indiofrauen, die auf ihrem Tuch mitten unter den Fuessen der Menschen ihre Gartenfruechte ausbreiten - und es duftet und riecht nach allen Wohlgeruechen der Anden. Sprechende Bilder gibt es aber erst spaeter, das Hochladen ist hier etwas muehselig.

Heute Abend ist das Vortreffen zu dem Salkantay-Trail, der morgen frueh beginnt. Ich habe doch einigen Respekt gegenueber dem, was da in dieser Hoehe auf mich zukommt. Es geht jeden Tag besser, aber das schlechte Schlafen ist schon stressig, und das wird mehr oder (hoffentlich) weniger bleiben die naechsten Tage. Dafuer freue ich mich schon sehr auf eine atemberaubende Landschaft um den ueber 6000 m hohen Cerro Salkantay herum!

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